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25./26. Mai 2006

Viel Spannung auch ohne echten Mord

Eine unterhaltsame und ironische "Rodenkirchen-Show" im Gymnasium

Zwei einsame Herzen auf der "Alten Liebe" und umständliches Personal im Rathaus: Das Improvisationstheater "Heimatkunde einmal anders" zeichnete eine witziges Porträt des Lebens im Stadtteil.

Ein Rondorfer geht am Leinpfad spazieren. Plötzlich entdeckt er eine Leiche : Direkt unterm Lüchbaum liegt ein dicklicher Mann mit orangefarbenem Hemd. Der Spaziergänger ruft die Polizei: "Ich habe eine Leiche gefunden. Direkt unterm Lüchbaum." Unverständnis am anderen Ende: "Sie wollen mir wohl einen Bären aufbinden. Zum Schluss des gespielten Romans "Mord am Lüchbaum kommt eine überraschende Wendung. Eine Leiche hat es nie gegeben. Stattdessen hatten Kommissar Blöstermann und seine Assistentin Charlotte Heiser den Mord fingiert, um die Nerven des Rondorfer Spaziergängers auf die Probe zu stellen - mit einer Art Rodenkirchener Einbürgerungstest. Das Publikum in der Aula des Rodenkirchener Gymnasiums spendet begeisterten Applaus. Denn Kerstin Kilman Kallewegge, Michael Müller und Matthias Brandebusemeyer, allesamt ehemalige Mitglieder des Bonner Springmaus-Improvisationstheaters, schlüpften in viele verschiedene Rollen und porträtierten - begleitet von Steve Nobles auf dem Flügel - auf humorige Art und Weise Rodenkirchener Eigenheiten.

So trafen sich Michael Müller und Kerstin Kilman Kallewegge als Karl-Heinz und Elisabeth auf der "Alten Liebe". Zuvor hatten sich Brandebusemeyer und Kallewegge als Verwaltungsbeamte auf die Suche nach einem Standort für das Rathaus gemacht. Die Schauspieler reagierten dabei auf die Zurufe des Publikums, das ihnen bekannte Rodenkirchener Persönlichkeiten, aktuelle Konflikte im Stadtteil nannte, oder eben einen Rodenkirchener Horror-Roman hören wollte.

Unter dem Motto "Heimatkunde einmal anders - die lokal-globale Rodenkirchen-Show" stand der Theaterabend, zu dem das "Forum der Ehemaligen des Gymnasiums Rodenkirchen" geladen hatte. "Wir haben viel recherchiert, uns mit wichtigen Themen im Stadtteil befasst. Gemeinsam mit den Zuschauern wollen wir ergründen, was das Besondere an Rodenkirchen ist", sagt Kallewegge. Das Publikum jedenfalls war begeistert: "Mir hat es ausgezeichnet gefallen, besonders gut war die Episode mit dem Rathaus", sagte eine Zuschauerin, "höchst umständlich - wie im echten Leben - haben die Beamten nach einem neuen Standort gesucht."


 



     © 2017  Kerstin Kilman Kallewegge